Der Schriftzug des Restaurant "Pinoy" in Berlin.

Philippinische Küche zum erschwinglichen Preis: das Restaurant “Pinoy” in Berlin © Valerie Till

Wer in Berlin Philippinisch essen gehen möchte, kann momentan zwischen drei Restaurant auswählen: Ayan, Pinoy oder Pan. Ersteres habe ich euch in einem Blog-Beitrag bereits vorgestellt. Jetzt endlich will ich euch auch erzählen, wie es mir bei meinem damaligen Hauptstadtbesuch im Sommer im “Pinoy – Philippinische Spezialitäten” gefallen hat.

Restaurant und Spezialitäten-Shop in Einem: das “Pinoy”

Am 2. August 2014 eröffnete das philippinische Restaurant “Pinoy” seine Türen. Es befindet sich im Herzen des Berliner Stadtteils Charlottenburg – genauer gesagt in der Danckelmannstr. 49. Von der S-Bahn-Station “Westend” oder der U-Bahn-Station “Sophie-Charlotte-Platz” sind es jeweils nur rund zehn Gehminuten bis zum Restaurant. Geführt wird die Lokalität von der Filipina Rosalinda Nolasco-Jecht. Als ich im Sommer dort war, hatte ich mir einen Sitzplatz draußen vor dem Restaurant ausgewählt. Dort standen genügend Tische und Stühle für rund 20 Personen und eine ausziehbare Markise spendete auf einer Seite den nötigen Schatten. Im Inneren bietet das “Pinoy” Platz für schätzungsweise 50 Personen. Das Mobiliar ist aus Holz und Bilder von philippinischen Reisterrassen holen philippinisches Flair in die vier Wände. Außerdem bietet das Restaurant noch die Möglichkeit an, philippinische/asiatische Lebensmittel zu kaufen, die in einem großen Regal ausgestellt sind.

Die Inneneinrichtung im "Pinoy" besteht aus Holz und Reisterrassen-Bilder.

Die Inneneinrichtung im “Pinoy”. © Valerie Till

Ein Regal mit philippinischen und asiatischen Lebensmitteln im Restaurant "Pinoy".

Restaurant und Asia-Shop in Einem: das “Pinoy” in Berlin. © Valerie Till

Im Sommer bietet das "Pinoy" Sitzplätze vor dem Restaurant an.

Im Sommer bietet das “Pinoy” Sitzplätze vor dem Restaurant an. © Valerie Till

Das Essen im Restaurant “Pinoy”

Das “Pinoy” hat eine sehr vielseitige und große Speisekarte, die ihr euch hier auch online anschauen könnt. Sie ist aufgegliedert in die Kategorien: Vorspeise, Suppe, Salat, Schweinefleisch, Rindfleisch, Hühnerfleisch, Fisch & Meeresfrüchte, Reis-Gerichte, Nudel-Gerichte, Gemüse, Vegetarisch, Silogs auf einen Blick, Beilagen und Nachspeisen. Ganz ehrlich, mir persönlich war das etwas zu viel in der Speisekarte. Ich denke, dass man hier gut Einiges zusammenfassen könnte (Gemüse und Vegetarisch zum Beispiel) und sich auch nicht wiederholen muss (Silogs auf einen Blick). Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Erstbesucher des Restaurants, die vielleicht noch nie Philippinisch gegessen haben, etwas überfordert vor der Karte sitzen werden. So ging’s mir ja schon. Und dann kommt noch hinzu, dass ich mich in der Entscheidungsfindung in Restaurants eh immer schwer tue und froh bin, wenn die Karte schön übersichtlich ist. Aber gut, andere lieben wahrscheinlich besonders diese große Auswahl.

Da ich zur Mittagszeit dort war, entschied ich mich für das günstige Mittagsmenü (die Mittagskarte findet ihr online hier). Ich wählte Chicksilog – ein philippinisches Gericht, das mir bis dato selbst unbekannt war. Aber gebratenes Hühnerfleisch mit gebratenem Reis und Ei klang interessant und lecker. Vorweg bekam ich noch eine Gemüsesuppe, die im Preis mit inbegriffen war. Die war mit großen Ingwerstückchen angemacht, beinhaltete unter anderem Karotten, Pilze und Brokkoli und schmeckte gut. Das Hauptgericht Chicksilog bestand dann aus einer Reis-Knoblauch-Mischung, die unter einem Spiegelei versteckt war, Tomatensalat mit Zwiebeln und frittiertem Hühnerfleisch. Auf dem Tisch standen zwei Soßen zur Auswahl: Bananensauce und All-Purpose-Sauce. Das Gericht war zwar lecker, aber mir persönlich enthielt es zu viel Knoblauch und Zwiebeln, obwohl ich das im Essen eigentlich liebe. Tomaten mag ich ja gar nicht, weswegen mir dann schon etwas Grün auf dem Teller fehlte. Ich hab jetzt leider keine Vergleichsmöglichkeit in Bezug auf Chicksilog, weswegen ich nicht sagen kann, ob es immer so zubereitet wird. Aber ich persönlich würde es im “Pinoy” nicht nochmal bestellen.

Eine leckere Gemüsesuppe im "Pinoy" als Vorspeise.

Eine leckere Gemüsesuppe im “Pinoy” als Vorspeise. © Valerie Till

Chicksilog im "Pinoy": Frittiertes Hühnchen, Knoblauch-Reis, Spiegelei und Tomatensalat.

Chicksilog im “Pinoy”: Frittiertes Hühnchen, Knoblauch-Reis, Spiegelei und Tomatensalat. © Valerie Till

Der Service im Restaurant “Pinoy”

Als ich das Restaurant zur frühen Mittagszeit besuchte, war ich der einzige Gast. Die Besitzerin des Lokals war deswegen natürlich sofort bei mir, um mir die Speisekarte zu bringen und meine Essensbestellung aufzunehmen. Sie war sehr nett und höflich. Später kamen weitere Gäste hinzu und dann hab ich schon merken können, dass es für sie alleine als Servicekraft etwas stressig war. Wie viele Personen insgesamt im Restaurant arbeiten, weiß ich leider nicht. Auf verschiedenen Online-Bewertungsportalen konnte ich den Beiträgen allerdings entnehmen, dass die Tochter der Besitzerin auch hin und wieder im Restaurant aushilft.

Mein Fazit zum Restaurant “Pinoy”

Auch wenn mich das Gericht Chicksilog bei meinem ersten Besuch im “Pinoy” nicht unbedingt begeistert hat, würde ich dem Restaurant auf jeden Fall noch eine Chance geben. Die Suppe war gut, die Speisekarte bietet noch sehr viele weitere Gerichte an, die Preise sind erschwinglich und am Service gab’s nichts zu meckern. Wart ihr schon mal “Pinoy”? Wenn ja, wie waren eure Erfahrungen mit dem philippinischen Restaurant?

3 thoughts on “Restaurant-Tipp: Pinoy – Philippinische Spezialitäten in Berlin

  1. Ach wie cool. Mir ist hier in Hamburg ja nur eine Location bekannt, wo ich Filipino-Food bekommen – und das ist ein kleines Bistro. Sehr wenig Platz, aber einfach lecker. Hier fehlt aber echt noch ein Pinoy-Restaurant. War das Lokal aus deinem Blogpost denn eigentlich gut besucht?

    • Hallo Nadine,
      also als ich damals zur Mittagszeit da war, waren rund zehn weitere Gäste da. Fand ich okay für die Uhrzeit.
      Wie heißt denn das Bistro in HH? Bin vielleicht nächstes Wochenende im Norden – da könnt ich evtl. dort mal vorbeischauen 🙂

      Liebe Grüße
      Valerie

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